Abnahme der Leistungsspange und der Jugendflamme Stufe 3
der Deutschen Jugendfeuerwehr im Main-Kinzig-Kreis

Hanau-Grossauheim, 20.09.2009

 

Anlässlich Ihres 50-jährigen Bestehens richtete die Jugendfeuerwehr Hanau-Großauheim die diesjährige Abnahme der Leistungsspange für die Jugendfeuerwehren des Main-Kinzig-Kreises aus.
Als Abnahmeberechtigten der Deutschen Jugendfeuerwehr waren Harald Steinmetz (Usingen) und Daniel de Marco (Frankfurt) anwesend und hatten ein wachsames Auge über die Veranstaltung.

90 Nachwuchs-Feuerwehrkräfte zwischen 15 und 17 Jahren bestanden auf und rund um den Sportplatz VfB Großauheim die verschiedenen Prüfungen.
Zwölf Mannschaften mit jeweils 9 Teilnehmern nahmen an dem Wettbewerb teil. Von diesen Teilnehmern fungierten in machen Mannschaften einige Jugendliche als Auffüller, um die Mannschaften komplett zu machen. Zuerst mussten aber die Prüfungen bestanden werden, bevor der stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwart Michael Kittel, der Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Schulz, der Kreisbrandmeister Friedhelm Riffel in Vertretung des verhinderten Kreisbrandinspektors Markus Busanni, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Hanau Peter Hack und weitere Vertreter der Feuerwehren und aus der Politik die heiß ersehnten Leistungsspangen überreichen sollten.

Vorraussetzung für den Erwerb der Leistungsspange ist eine mindestens einjährige Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr sowie das erfolgreiche Bestehen der Prüfungen am Abnahmetag. So musste beispielsweise eine Schnelligkeitsübung durchgeführt werden, bei der aus mehreren Schläuchen eine Strecke von 120 Metern in der vorgegebenen Zeit von 75 Sekunden überbrückt werden sollte. Des Weiteren musste ein Löschangriff gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 3 aufgebaut werden. Zu diesem Löschangriff gehört die Wasserentnahme aus einem simulierten offenen Gewässer sowie die Wasserabgabe über drei Strahlrohre. Eine weitere Prüfung war der sportliche Teil, zu dem das Kugelstoßen und ein Staffellauf über 1.500 Meter gehörte. Aber nicht nur das praktische Arbeiten und der sportliche Teil gehörte zur Abnahme. Die letzte Prüfung war ein theoretischer Teil, bei dem Fragen aus den verschiedenen Bereichen des Feuerwehr-Alltages, beispielsweise zur Fahrzeug- und Gerätekunde, beantwortet werden mussten. In allen Bereichen wurde zudem der Gesamteindruck der Gruppe bewertet, da es sich nicht um einen Einzel-Wettbewerb handelt, sondern die Leistung der gesamten Gruppe zählt, gemäß dem Motto „Einer für alle und alle für einen“. Dass die Leistungsspange ganz nebenbei doch auch ein hohes Leistungsniveau erfordert, sah man daran, dass einige Prüfungsteile wiederholt werden mussten, da die Gruppen im ersten Durchgang noch nicht erfolgreich waren. Letztendlich konnten aber alle Jugendlichen die Leistungsspangen entgegennehmen.

Neben der Leistungsspange fand auch noch die Abnahme der Jugendflamme Stufe 3 statt.
Hierzu waren von den Jugendlichen neben dem Erstellen einer Präsentation eine Löschübung durchzuführen. Angenommen wurde ein PKW-Brand. Dieser war nach dem Absichern Einsatzstelle mit einem sogenannten Dreifachschutz (Schaumrohr zum Löschen, Pulverlöscher und C-Strahlrohr als Sicherungsmaßnahmen) anzugehen.
Zusätzlich erfolgte eine Kurzprüfung in Erster Hilfe. Unter den kritischen Augen von Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Schulz und seinem Stellverteter Klaus Dönges wurde dieser Leistungsnachweis von 10 Jugendlichen erfolgreich abgelegt.

 

Bilder der Veranstaltung

 

zurück zur Übersicht